Jahresbericht 2009

von Bürgermeister

Harry Scheuenstuhl

Teil 1

 

 

   

2. Bürgermeister

Nach dem berufsbedingten Amtsverzicht von Werner Koch wurde Wolfgang Bernreuther zum 2. Bürgermeister gewählt. Ich bedanke mich persönlich und auch im Namen des Marktes bei Werner Koch für seine siebenjährige Tätigkeit als Stellvertreter des 1. Bürgermeisters.

 

Finanzen

Die Weltwirtschaftskrise trifft auch den Markt Wilhermsdorf, da wir einen Anteil von der Einkommenssteuer und der Gewerbesteuer bekommen. Aufgrund einer soliden Haushaltspolitik können wir jedoch diese Durststrecke überbrücken. Wir müssen uns in den nächsten Jahren allerdings mit Investitionen etwas zurück halten.

 

Baugebiete

Der Verkaufsstand im Baugebiet „Wilhermsdorf Süd“ ist zufrieden stellend.  In der Vergangenheit war die Vermarktung jedoch wesentlich einfacher. Ein großes Angebot im gesamten Landkreis und in der Stadt Fürth sowie eine Sättigung des Marktes sind der Grund dafür. Ferner hat die Finanzkrise und der sich abschwächende Arbeitsmarkt einen Einfluss auf das Kaufverhalten.

Die Gemeinde ist gezwungen, stärker in die Werbung einzusteigen und sich laufend den Marktverhältnissen anzupassen. Es zeigt sich jetzt, dass es richtig war, sich das Verkaufsrisiko mit den Grundstücksbesitzern zu teilen. Der Gemeinderat hat sich entschieden, die erforderlichen Kredite im Zusammenhang mit der Erschließung des Baugebiets abzulösen.

Wir sind jedoch sicher das sehr schöne Baugebiet zum Erfolg zu führen. Nur durch den Zuzug von neuen Bürger/innen verhindern wir, dass die Bevölkerungszahl abnimmt.

 

Kleingartengebiet

Das Gartengebiet erfüllt seine Erwartungen.  Wir verkaufen und vermieten laufend Parzellen in verschiedenen Größen. Die Ausdehnung des Gebietes wurde auf einen mittelfristigen Bedarf von ca. 15  Jahren abgestimmt.

Spielplätze

In Zusammenarbeit mit den Bürgern hat der gemeindliche Bauhof beim TSV Sportgelände einen weiteren großzügigen Spielplatz errichtet. Es fehlen allerdings noch einige Dinge, die wir 2010 zusammen mit dem TSV und den Anwohnern umsetzen wollen. So sollen noch einige Beschattungen, Wege und Sitzgelegenheiten entstehen. Das Spielplatzkonzept der Gemeinde mit drei großflächigen Spiel- und Begegnungsstätten ist somit abgeschlossen. Im Gemeindegebiet befinden sich nun sieben tolle Spielplätze die von Bürger/innen betreut oder von ihnen mitgebaut wurden.

 

 

Tiefbau

 

Wasserleitung

1992 kamen wir in das Städtebauförderungsprogramm. Es ist festzustellen, dass bayernweit viele Menschen aus Ortskernen in Neubausiedlungen abwandern. Der Freistaat unterstützt die Gemeinden dabei diesem Trend, der auch bei uns sichtbar ist, entgegenzuwirken. Vor allem Plätze und Straßen sollen attraktiver werden. Dafür stellt das Land bis zu 60 % der Kosten als Zuschüsse zur Verfügung.

 

Wir haben bereits viele Maßnahmen - Festplatz, Kirchenstrasse, Marktplatz usw. - im Rahmen des Programms gefördert bekommen. Der Zustand der  Hauptstrasse vom Rathaus bis zur Stelzenbachbrücke soll verbessert werden. Nachdem wir jedoch in diesem Bereich in den letzten Jahrzehnten viele Wasserrohrbrüche zu verzeichnen hatten, haben wir uns entschlossen, zuerst diese Leitung zu erneuern, obwohl das Rohrsystem noch nicht alt ist. Das damals verwendete Material hat jedoch die zugesicherten Eigenschaften nicht eingehalten. Wir wollen einige Erfahrungen mit dem neuen Material sammeln, bevor wir uns an die grundlegende Neugestaltung der Hauptstrasse heranwagen.

 

Strassen

Auch in diesem Jahr haben wir die stolze Summe von rd. 200.000 Euro in die Sanierung der Strassen gesteckt. So wurde ein weiteres großes Teilstück der Gemeindeverbindungsstrasse nach Dürrnbuch erneuert. Der Schlosshof erhielt eine provisorische Decke. Diese muss einige Jahre halten, bis wir die nötigen Finanzmittel haben um eine grundlegende Sanierung mit Unterstützung der Städtebausanierung durchführen zu können. Die Weinbergstrasse bricht an der Südseite massiv ein. Dies rührt daher, das vor allem der Schwerlastverkehr, hier vor allem die Müllabfuhr, den parkenden Fahrzeugen ausweichen muss. Der Bauhof hat deshalb einen Streifen entlang der Bahn erneuert.  Die aufgestellten Pfosten sollen die Laster davon abhalten in Richtung Süden auszuweichen. Ferner erfolgte ein Teilausbau der Straße von Altkatterbach nach Adelsdorf.

 

Einige Bürger/inne haben sich über die Streifen auf den Straßen und Gehwegen gewundert. Die Zerstörung des Straßenbelages beginnt mit der Bildung von Rissen. Das eindringende Wasser gefriert im Winter und die Decke bricht auf. Es ist allgemeine Praxis, diesen Prozess durch die Füllung der Risse zu verlangsamen. In den letzten Jahren haben wir viel Geld für das Verschließen der Risse ausgegeben.

 

Der Landkreis hat unsere Bitte auf Erneuerung der Straße von Kirchfarrnbach nach Keidenzell nach vielen Jahren erfüllt. Leider gab es bis zur Umsetzung der Maßnahme mehrere Verkehrstote auf diesem Streckenabschnitt. Nur durch unsere Beharrlichkeit konnten wir den Kreistag von der Notwendigkeit der Maßnahme überzeugen.

 

Der Landkreis erneuerte im vergangen Jahr die ihm gehörende Lenzenstrasse. Leider lehnte es der Landkreis mehrfach ab an der Einmündung zur Hauptstrasse einen Spiegel anzubringen, da er nicht notwendig sei. Schließlich beantragten wir den Spiegel auf eigene Kosten anbringen zu dürfen. Dafür erhielten wir endlich die ersehnte Genehmigung. Der Verkehrsspiegel erfüllt seine Funktion voll und ganz und gibt unserer Ansicht recht, dass er von Anfang an notwendig gewesen wäre.

 

Parkplätze

In den vergangenen Jahren haben wir zahlreiche neue öffentliche Parkplätze - Spitalstraße, Feld-am-See Ring, Hubstraße, Festplatz, An der Steige, Wilhermsdorf Süd, usw. - geschaffen. Am Ende der Ansbacher Strasse konnten wir wieder 6 neue Stellplätze errichten. Diese werden sehr gut angenommen.

 

 

Straßenausbaubeitragssatzung

Das Landratsamt drängt den Gemeinderat immer stärker, für den Ausbau der Gemeindestrassen eine sogenannte „Straßenausbaubeitragssatzung“ zu erlassen. Die Anlieger sollen an den Kosten für den Erhalt der Straßen im nicht geringen Umfang beteiligt werden. Bisher haben wir dies aufgrund der schwierigen rechtlichen Verhältnisse abgelehnt. Der Druck seitens des Freistaates Bayern vertreten durch das Landratsamt wird jedoch immer stärker. Das Landratsamt droht uns damit, selbst eine Satzung zu erlassen und den Bürgern/innen die Rechnung zu schicken.  Im Januar werden uns die zuständigen Beamten des Landratsamtes nochmals die rechtliche Lage erläutern. Wie lange wir uns dagegen noch wehren können, wird die Zukunft zeigen.