Marlene Rupprecht zum Thema

Das solidarische Gesundheitswesen erhalten!

 

 

 

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

ob im Fernsehen, im Internet oder in der Zeitung: Immer öfter fallen mir verheißungsvolle Slogans von Versicherungskonzernen auf: „Sparen Sie bares Geld! Werden Sie Privatpatient ab 158 Euro im Monat! Gleiche Behandlung wie Privatpatienten!“ Die Versicherungsbranche wittert Morgenluft, denn der FDP-Gesundheitsminister will die Kopfpauschale einführen und damit die solidarische Sozialversicherung zerstören.

Das heißt im Klartext: Wer jung, reich und gesund ist, zahlt viel weniger als vorher – wer aber einmal einen Herzinfarkt oder eine Krebserkrankung hatte, behindert oder chronisch krank ist, kommt bei keiner Versicherung mehr unter oder kann die hohe Prämie nicht mehr bezahlen.

Es wirkt aberwitzig: Während in den USA Barack Obama mit einem Kraftakt gerade versucht, Millionen Menschen ohne Krankenversicherung, die für die kostenlose Versorgung in einem Fußballstadion Schlange stehen müssen, unter das Dach eines sicheren Gesundheitssystems zu bekommen, versuchen Union und FDP genau diese Sicherheit bei uns zu zerstören.

Dabei funktioniert die solidarische Pflichtversicherung in Deutschland aller Schwarzmalerei zum Trotz gut: Seit vielen Jahren liegt der Anteil der Gesundheitskosten am Bruttosozialprodukt stabil um die 8 Prozent.

Die Solidargemeinschaft der rund 70 Mio gesetzlich Versicherten lebt davon, dass ihre Mitglieder nach Leistungsfähigkeit Beiträge zahlen  - der Generaldirektor mehr, der Pförtner weniger. Alle können sicher sein: So wie ich heute den Kranken helfe, werde auch ich im Fall einer Krankheit gut behandelt werden. Bei einer privaten Versicherungsgesellschaft dagegen ist ausschlaggebend, dass für die Kapitaleigner die Rendite stimmt.

Entscheiden Sie selbst, welchem System Sie lieber vertrauen!

Mit freundlichen Grüßen

Ihre Marlene Rupprecht