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Kommunalbrief der
BayernSPD-Landtagsfraktion:
Sparkassen erhalten - Ganztagsschulen ausbauen
Sehr geehrte Damen und Herren,
in der neuen Ausgabe unseres elektronischen
Kommunalbriefs informiert die SPD-Fraktion im Bayerischen Landtag über
folgende Themen:
- Öffentlich-Rechtliche Sparkassen müssen erhalten bleiben
- Umwandlung von Klassen in Ganztagsklassen an den
Grund- und Hauptschulen
- Kommunen müssen an der regionalen Bildungsplanung beteiligt
werden
- Zum Tag des öffentlichen Dienstes
Mit freundlichen Grüßen
Edwin Raithel
Pressereferent SPD-Landtagsfraktion
http://www.bayernspd-landtag.de
e-mail:
edwin.raithel@bayernspd-landtag.de
Öffentlich-Rechtliche Sparkassen müssen erhalten bleiben
Helga Schmitt-Bussinger und
Experten warnen nach SPD-Fachgespräch vor NRW-Privatisierungsplänen
und Strategiepapier des Bundesverbandes Deutscher Banken
"Dies ist der Ausverkauf der Sparkassen und
tausende kleiner und mittelständischer Unternehmer würden gefährdet."
Die kommunalpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Helga
Schmitt-Bussinger, warnt vor Plänen, die öffentlich-rechtlichen
Sparkassen zu privatisieren. "Öffentlich-rechtliche Sparkassen müssen
erhalten bleiben und bringen der Region gerade im Flächenstaat Bayern
viele Vorteile. Das kundennahe Netz der Sparkassenfilialen gehört zur
notwendigen Grundversorgung insbesondere für ältere Menschen und für
solche Familien, die bei der Sparkasse ihr Girokonto und Sparbuch
haben. Öffentlich rechtliche Sparkassen stehen für ein gleichmäßiges
Angebot im flachen Lande und haben den Vorteil der Kundennähe. Ohne
die öffentlich rechtlichen Sparkassen und Genossenschaftsbanken wäre
der Mittelstand der Region unterfinanziert," betonte die
SPD-Abgeordnete nach einem Fachgespräch der SPD-Landtagsfraktion "Die
Zukunft der Sparkassen und ihre Bedeutung für die Region."
In England haben seit der Privatisierung rund 5
Millionen Menschen kein Girokonto mehr. "So sieht es dann bei einer
Privatisierung der Sparkassen auch bald in Deutschland aus. Die
Situation der deutschen Banken und Sparkassen ist einmalig - dies darf
man nicht aufs Spiel setzen," unterstrich der Memminger
Oberbürgermeister Ivo Holzinger, der beim
Fachgespräch der SPD-Landtagsfraktion als Vorsitzender der
Sozialdemokratischen Gemeinschaft für Kommunalpolitik hervorhob, dass
die bayerischen Kommunen voll hinter den Sparkassen stünden. Das
leistungsfähige Unternehmen Sparkassen mit regionaler Verpflichtung
sei von Vorteil auch für die Kommunen, so Holzinger. Es gelte, diese
Ausgewogenheit auch weiterhin zu bewahren, da man auch als Kommune
davon viele Vorteile habe.
Menschen, auch mit niedrigem Einkommen, müssen ihr Giro-Konto und ihr
Sparbuch bei der Sparkasse behalten können, unterstrich Hans
Harald Ströttgen, Vorstandsvorsitzender der Stadtsparkasse
München. Er verwies auf die wachsende Armut, gebe es doch bereits
12.000 Konten für Sozialhilfeempfänger bei der Münchner Stadtsparkasse
- insgesamt 840.000 Kunden, also mehr als jeder zweite Münchner. Die
Stadtsparkasse München werde ihrer sozialen Verantwortung gerecht, so
Ströttgen, gründe sie doch demnächst eine soziale Stiftung und werde
zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie eigene Kindergärten aufbauen.
Der Münchner Stadtkämmerer und Mitglied im Verwaltungsratausschuss der
Sparkasse, Ernst Wolowicz, wies auf ein
Strategiepapier des Bundesverbandes Deutscher Banken hin, wonach sich
die öffentliche Hand aus dem Bankengeschäft zurückziehen solle. Wir
müssten wachsam bleiben, um das deutsche Drei-Säulen-Modell zu retten.
Die Bedeutung der Sparkassen zur Entwicklung der Region hob
Hans F. Trunzer von der IHK Oberfranken hervor. Die
Sparkassen seien der dominierende Finanzdienstleister der kleinen und
mittleren Betriebe.
Stellen Sie weiterhin Anträge zur
Umwandlung von Klassen in Ganztagsklassen
an den Grund- und Hauptschulen!
Die Vergabe der Standort für weitere gebundene
Ganztagsklassen an Grund- und Hauptschulen ist in der letzten Woche
durch das Kultusministerium erfolgt. Über die Hälfte der Anträge
wurden nicht berücksichtigt, obwohl auch bei denen, die jetzt
abgelehnt wurden, der Bedarf unzweifelhaft da ist. Bei dem Tempo des
Ausbaus, das die Staatsregierung an den Tag legt, kann man kaum von
einem ernsthaften Versuch sprechen, die Hauptschulstandorte zu
stärken, noch dazu wo die 300 einzügigen Hauptschulen ohnehin von
vornherein von diesem Angebot der Umwandlung ausgeschlossen sind.
Die SPD- Landtagsfraktion bittet Sie
als in den Kommunen Verantwortliche daher dringend, sich nicht
entmutigen zu lassen und weiterhin Anträge für gebundene
Ganztagsklassen zu stellen, dort wo Sie den Bedarf erkennen.
Und zwar für alle Schularten - nicht nur für die Grund- und
Hauptschulen. Wenn wir Sie unterstützen können, tun wir das gerne.
Kontakt:
Hans- Ulrich Pfaffmann, MdL
stv. Vorsitzender des Bildungsausschusses im Bayerischem Landtag
hans-ulrich.pfaffmann@bayernspd-landtag.de
Link zum Thema:
SPD-Fraktion will Gesamtkonzept zum
Ausbau von Ganztagsschulen in Bayern
SPD-Anträge (PDF):
Kommunen
müssen an der regionalen Bildungsplanung beteiligt werden
Das Bayerische Kultusministerium führt gerade
auf Regierungsbezirksebene regionale Bildungskonferenzen durch. In
Niederbayern und Oberbayern finden sie im September statt, alle
anderen Regierungsbezirke haben sie schon absolviert. Diese
Konferenzen dienen dazu, regional Konsequenzen aus der
Bildungsberichterstattung aus dem Jahr 2006 zu ziehen.
Die Bildungsberichterstattung hatte unter anderem ergeben, dass sich
zum Teil erhebliche Unterschiede zwischen den Bezirken und Landkreisen
bei der Ausnutzung der Übertrittsoption an die Gymnasien ergeben. Die
regionalen Bildungskonferenzen sollen dazu dienen, Überlegungen
anzustellen, wie die nötige Bildungsinfrastruktur verbessert werden
kann. Das Kultusministerium versucht, das zunächst ausschließlich auf
der Ebene der Verwaltungen durchzuziehen.
Die SPD-Landtagsfraktion hält
das für falsch und regt daher an,
die Beteiligung der politischen Ebene einzufordern. Regionale
Schulentwicklungsplanung zu betreiben, ohne die kommunalen Parlamente
mit einzubeziehen, ist zum Scheitern verurteilt.
Zum Tag
des öffentlichen Dienstes: Staat muss wieder mehr ausbilden
"Ein gut funktionierender öffentlicher Dienst
ist die Grundlage für einen stabilen demokratischen Staat, der für
Frieden und innere Sicherheit sorgen muss", so die stellvertretende
Vorsitzende des Ausschusses für Fragen des öffentlichen Dienstes
Christa Naaß mit Blick auf den Tag des öffentlichen
Dienstes am 23. Juni.
In Zeiten der Globalisierung, in denen der
Einzelne immer mehr auf der Strecke bleibe, müsse und der Staat dafür
Sorge tragen, Rahmenbedingungen zu schaffen, die ein
gleichberechtigtes und soziales Miteinander gewährleisten. Die
Umsetzung dieser wichtigen Aufgabe werde von Menschen in der
öffentlichen Verwaltung geleistet, denen in den letzten Jahren viel
zugemutet worden sei: Arbeitszeiterhöhungen, Gehaltseinbußen und
Verschlechterungen der Arbeitsbedingungen seien mit wachsenden
Anforderungen einher gegangen. "Durch die von der CSU-Staatsregierung
über die Köpfe der Beschäftigten hinweg durchgezogene
Verwaltungsreform wurden Strukturen zerstört und Bürgernähe durch
Schließung und Verlagerung von Ämtern abgebaut", erinnert Christa Naaß.
Die nun von der Staatsregierung in Aussicht
gestellte Anpassung der Bezüge um drei Prozent kompensiere bei weitem
nicht die Verschlechterungen der vergangenen Jahre.
Naaß mahnt eine größere Ausbildungsbereitschaft
des Staates an: "Der Freistaat Bayern hat sich in den vergangenen
Jahren immer mehr aus seiner Ausbildungsverpflichtung zurückgezogen",
kritisiert die Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion für den
öffentlichen Dienst. So werden derzeit nur mehr ein Fünftel derer in
den mittleren Dienst aufgenommen, die im Jahr 1993 eingestellt wurden,
im gehobenen Dienst ist es nur mehr Ein Drittel. "Eine Verwaltung ohne
Nachwuchs ist eine Verwaltung ohne Zukunft", stellt Christa Naaß fest
und fordert, den Einstellungskorridor wieder etwas zu verbreitern.
Die SPD-Abgeordnete nimmt den Tag des
öffentlichen Dienstes aber auch als Anlass, den Beschäftigten ihren
Respekt, Anerkennung und Dank für die geleistete Arbeit aussprechen.
PDF-Download zum Thema:
Position der SPD-Landtagsfraktion zum Beamtenstatus
SPD-Antrag Schulung von Führungskräften
SPD-Antrag Verwaltungsangestellte an staatlichen
Schulen |