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Sehr geehrte Damen und
Herren,
in der neuen Ausgabe unseres
elektronischen Kommunalbriefs informiert die SPD-Fraktion im
Bayerischen Landtag über folgende Themen:
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SPD-Landtagsfraktion setzt Fristverlängerung für Gemeinden
durch: Anträge zum Ausbau der Hauptschulen zu gebundenen
Ganztagsschulen bis 5. April.
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8. Bürgermeister-
und Landrätetag: Faire Kommunalfinanzen und wohnortnahe Schule.
Gewerbesteuer soll bleiben.
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Ehrenamt:
Vereinspolitik nach CSU-Art - In Bayern kürzen und vom Bund mehr
fordern
Mit freundlichen Grüßen
Edwin Raithel
Pressereferent SPD-Landtagsfraktion
http://www.bayernspd-landtag.de
e-mail:
edwin.raithel@bayernspd-landtag.de
SPD-Landtagsfraktion
setzt Fristverlängerung für Gemeinden durch: Anträge zum Ausbau der
Hauptschulen zu gebundenen Ganztagsschulen bis 5. April.
Die Staatsregierung hat vor Weihnachten
beschlossen, die bayerischen Hauptschulen zu gebundenen
Ganztagsschulen auszubauen, sofern es in den Städten und Gemeinden
gewünscht ist. Bis zum 7. Februar 2007 sollten die Anträge und
notwendigen Unterlagen bei den zuständigen Bezirksregierungen
vorliegen.
Mit zwei Parlamentsanträgen hat sich die
SPD-Landtagsfraktion dafür eingesetzt, dass die Frist zur
Antragseinreichung verlängert wird und die notwendigen zusätzlichen
Mittel für Lehrer und pädagogisches Personal im Haushalt eingestellt
werden. „Die Städte und Gemeinden müssen ausreichend Zeit haben, um
überhaupt die notwendigen Unterlagen zu erstellen und den Bedarf an
Ganztagsplätzen zu erfassen," so die SPD-Kommunalsprecherin
Helga Schmitt-Bussinger
und der SPD-Bildungssprecher
Hans-Ulrich Pfaffmann.
Die Bezirksregierungen haben nun den
Schulämtern mitgeteilt, dass die Frist bis zum 5. April 2007
verlängert wurde. „Das ist gut so und darf als Erfolg unserer
parlamentarischen Arbeit angesehen werden. Wir bitten Sie nun, bei
Ihrer zuständigen Bezirksregierung den Bedarf an Ganztagsklassen an
Ihren Hauptschulen anzumelden und die für den konkreten Antrag
notwendige Beratung durch das Kultusministerium einzufordern. Wir
unterstützen Sie gern,“ so die beiden SPD-Landtagsabgeordneten.
Links zum Thema:
Mehr Zeit zum Lernen:
Ganztagsschule
Das Konzept der SPD-Landtagsfraktion für eine zukunftsweisende
Schulform in Bayern: Raum für individuelle Förderung und für
innovative pädagogische Konzepte.
SPD-Dringlichkeitsantrag
Bewerbungsfrist für Hauptschulen (DRS. 7140)
8. Bürgermeister- und
Landrätetag der SPD-Landtagsfraktion:
Faire Kommunalfinanzen und wohnortnahe Schule
Der Plenarsaal des Bayerischen Landtags
war deutlich überfüllt: Über zweihundert bayerische Bürgermeister und
Landräte folgten der Einladung der SPD-Landtagsfraktion in das 180
Plätze umfassende Landtagsplenum, um mit Bundesfinanzminister
Peer Steinbrück (SPD) und
den bayerischen SPD-Abgeordneten ins Gespräch zu kommen. Die
Finanzsituation von Bund, Ländern und Kommunen sowie die wohnortnahe
Schule bildeten die beiden Themenblöcke.
Die innenpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion,
Helga Schmitt-Bussinger,
kritisierte, dass die Staatsregierung für die Kommunen und Landkreise
Finanzmittel bereitstellt, die bei weitem nicht ausreichen. Das
Volumen des Finanzausgleichs in diesem Jahr übersteigt erstmals seit
vier Jahren wieder das Niveau von 2003. „Es ist bittere Wahrheit: Der
Freistaat hat auf dem Rücken seiner Kommunen den zweifelhaften Erfolg
erlangt, als erstes Bundesland keine neuen Schulden zu machen. Und
drittens wissen wir auch, dass unsere kommunalen Einnahmen zu einem
Großteil davon abhängen, wie sich die Gewerbesteuer aktuell
entwickelt. Es bleibt dabei: Die Gewerbesteuer ist eine der tragenden
Säulen gemeindlichen Wirtschaftens und darf in der Substanz nicht
wegfallen!“
Gewerbesteuer soll
bleiben
Bundesfinanzminister Peer
Steinbrück zeigte sich in seiner Ansprache erfreut über die
Einnahmensituation der Kommunen, die sich im Jahr 2006 deutlich
verbessert habe und in ähnlicher Weise auch für das Jahr 2007 zu
erwarten sei. Allerdings sah es der Bundesfinanzminister mit Sorge,
dass die Zahl der Kassenkredite gleichwohl zugenommen habe. Darin
zeige sich, dass die Kluft zwischen armen und reichen Gemeinden weiter
zunehme; dies müsse mit den landespolitischen
Finanzausgleichsinstrumenten aufgefangen werden.
Zur Zufriedenheit der meisten Zuhörer fiel Steinbrücks Statement zur
Zukunft der Gewerbesteuer aus: Die Abschaffung dieser wichtigsten
kommunalen Einnahmequelle sei unwahrscheinlich, so der
Bundesfinanzminister, auch wenn vor allem unternehmernahe Kreise der
Union dies in der Vergangenheit verschiedentlich gefordert hätten.
SPD-Fraktionsvorsitzender
Fanz Maget begrüßte die
Rückendeckung aus Berlin zugunsten der Gewerbesteuer als
unersetzlicher Einnahmequelle für die Kommunen. "Allen Versuchen, sie
durch untaugliche Instrumente" zu ersetzen, muss widerstanden werden."
Er wandte sich zudem gegen Eingriffe der EU beim Sparkassenwesen und
lehnte wie Steinbrück den Verkauf von Sparkassen und kommunalen
Versorgern an private Unternehmen ab. Für die Finanzierung des
Mittelstands und kleiner Betriebe seien Sparkassen besonders in der
Fläche von enormer Bedeutung. Außerdem sprach sich Maget dafür aus,
Möglichkeiten der Quersubventionierung zu nutzen. So könnten etwa mit
Überschüssen der Energieversorger Defizite beim öffentlichen
Nahverkehr ausgeglichen werden.
Wohnortnahe Schule
als Thema für Kommunen
Auch das vermeintlich bildungspolitische Thema „wohnortnahe Schule“
betreffe die Kommunen in besonderer Weise, so Schmitt-Bussinger: „Eine
wohnortnahe Schule birgt zunächst einmal Vorteile für die Schülerinnen
und Schüler, denen weite Schulwege erspart bleiben, und ihre Eltern.
Die wohnortnahe Schule ist aber mehr: Sie ist ein Standortfaktor für
eine Ortschaft, ein Argument für eine gewerbliche Ansiedlung am Ort
oder die Auswahl eines neuen Wohnsitzes für die Familie. Das heißt,
die wohnortnahe Schule hat etwas mit den Entwicklungsmöglichkeiten
eines Ortes zu tun, oder anders: wohnortnahe Schulen sind Bestandteil
von Zukunftschancen für den berühmten „ländlichen Raum“, über den von
der CSU-Mehrheit mehr als genug geredet, aber weitaus zu wenig getan
wird! Und schließlich: Die Schule ist nicht irgendein Gebäude, sondern
auch ein Identifikationspunkt für eine Gemeinde. Nicht „irgendeine“
Schule - unsere Schule ist gemeint.“
Links zu Thema:
Bürgermeister- und Landrätetag der SPD-Landtagsfraktion:
Finanzminister Peer Steinbrück für Erhalt der Gewerbesteuer
Kommunalfinanzen: Forderungen der SPD-Landtagsfraktion zum
kommunalen Finanzausgleich (PDF)
Bundespolitik und Kommunalfinanzen – Aktuelle Aspekte
Im Wortlaut zum Download (PDF):
Die Regionalschule - Das Schulmodell der SPD-Landtagsfraktion
Vereinspolitik nach
CSU-Art: In Bayern kürzen und vom Bund mehr fordern
Willi Leichtle zur Bundesratsinitiative
der Bayerischen Staatsregierung zur besseren Förderung von Vereinen
Während die Bayerische Staatsregierung
und die CSU die letzten Jahre die Zuschüsse für die Sportvereine
kräftig gekürzt haben, hat die Schröder-Regierung die steuerfreie
Pauschale für Übungsleiter erhöht, so der sportpolitische Sprecher der
SPD-Landtagsfraktion, Willi Leichtle. Es sei erfreulich, dass nunmehr
Bundesfinanzminister Steinbrück weitere Steuererleichterungen für
Vereine und ehrenamtlich Tätige in Aussicht gestellt hat, die beim
Bund jährlich etwa 400 Millionen Euro Steuerausfälle verursachen.
Willi Leichtle: "Auch wir sind der
Meinung, dass der Kreis der Ehrenamtlichen, die hiervon betroffen
sind, in Zukunft noch weiter ausgeweitet werden sollte. Wenn nunmehr
ausgerechnet der bayerische Finanzminister zusätzliche Maßnahmen in
Höhe von weiteren 400 Millionen Euro vom Bund fordert, ist dies in
höchstem Maße unglaubwürdig. Die SPD-Landtagsfraktion fordert deshalb
Herrn Faltlhauser auf, die von ihm zusammen mit Herrn Stoiber und der
CSU zu verantwortenden Kürzungen bei den Sportvereinen in Bayern
wieder zurück zu nehmen."
So betragen die Kürzungen für die
Übungsleiter und den Sportbetrieb immer noch 2,4 Millionen Euro pro
Jahr (bis vor 3 Jahren gab es hierfür noch 17,4 Mio. Euro/Jahr, jetzt
sind es noch 15 Mio. Euro/Jahr). Die Mittel für den vereinseigenen
Sportstättenbau wurden von durchschnittlich 10 Millionen Euro im Jahr
auf 5 Millionen Euro im Jahr gekürzt. Anträge der SPD-Fraktion,
wenigstens den früheren Stand wieder herzustellen, wurden erst
kürzlich vom Finanzminister und der CSU bei den Haushaltsberatungen
wieder einmal abgelehnt. Ebenso wurde in der Vergangenheit die
Forderung der SPD, den Kreis der bezuschussungsfähigen Ehrenamtlichen
auszuweiten - beispielsweise auf so genannte Organisationsleiter -
stets abgelehnt.
Willi Leichtle: "Wer soll eigentlich
einen Finanzminister und diese Staatsregierung noch ernst nehmen, wenn
sie im eigenen Zuständigkeitsbereich bei den Vereinen und
Ehrenamtlichen rigoros kürzt und gleichzeitig den Bund auffordert,
über die vorgesehenen Verbesserungen hinaus noch mehr zu tun? Hier
werden die Vereine und Ehrenamtlichen für durchsichtige
parteilpolitische Spielchen missbraucht und wieder einmal die
Glaubwürdigkeit der Politik beschädigt."
Link zum Thema:
Ehrenamtsinitiative des Bundesfinanzministeriums:
"Hilfe für Helfer" - Eckpunkte |