| Sehr geehrte Damen und Herren,
in der neuen Ausgabe unseres elektronischen Kommunalbriefs informiert
die SPD-Fraktion im Bayerischen Landtag über folgende Themen:
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SPD-Gesetzentwurf für gemeinsame gemeindliche Feuerwehren
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SPD-Fraktion einstimmig gegen Aufweichung des
Ladenschlussgesetzes
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Kleinkläranlagen werden nicht modernisiert
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SPD legt moderneres Personalvertretungsgesetz für Bayern
vor
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SPD-Fraktion stellt sich voll und ganz hinter Forderung des
Städtetags nach mehr Geld für Ganztagsschulen
Mit freundlichen Grüßen
Edwin Raithel
Pressereferent SPD-Landtagsfraktion
http://www.bayernspd-landtag.de
e-mail:
edwin.raithel@bayernspd-landtag.de
SPD-Gesetzentwurf: Gemeinden die Möglichkeit für
Feuerwehrzweckverbände geben
Das Bayerische Feuerwehrgesetz weist den Gemeinden nicht nur die
Aufgabe der Sicherstellung des abwehrenden Brandschutzes und des
technischen Hilfsdienstes im Gemeindegebiet zu, sondern bestimmt auch,
dass diese Aufgabe durch gemeindliche Feuerwehren zu erfüllen ist, in
denen nur Gemeindebewohner Feuerwehrdienst leisten dürfen. Die
Feuerwehren in Bayern sind damit strikt gemeindebezogen.
Eine im Wege der kommunalen Zusammenarbeit betriebene gemeinsame
Feuerwehr mehrerer Gemeinden, in der dann Einwohner aller beteiligten
Gemeinden Feuerwehrdienst leisten, ist nach dem Bayerischen
Feuerwehrgesetz nicht möglich. Die spezifischen Vorschriften des
Gesetzes würden dadurch umgangen werden. Möglich sind im Rahmen der
kommunalen Zusammenarbeit lediglich die Löschwasserversorgung oder die
gemeinsame Nutzung von Einrichtungen und Fahrzeugen oder der Bau eines
gemeinsamen Feuerwehrgerätehauses unter der Voraussetzung der
Einhaltung der Hilfsfrist von einem gemeinsamen Standort aus.
Die SPD-Landtagsfraktion will dies ändern und den Gemeinden, die
Möglichkeit einräumen, so genannte Feuerwehrzweckverbände zu gründen.
Die stellvertretende Vorsitzende des Ausschusses für Kommunale Fragen
und Innere Sicherheit des Bayerischen Landtags und innenpolitische
Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Helga Schmitt-Bussinger:
"Mit unserem Gesetzentwurf wollen wir es kreisangehörigen Gemeinden an
die Hand geben, einen Feuerwehrzweckverband zu gründen und darüber
eine gemeinsame Feuerwehr zu bilden. In einzelnen bayerischen
Gemeinden besteht nämlich im Einvernehmen mit den betroffenen
Feuerwehren Interesse daran, gemeinsame Feuerwehren zu bilden."
Im Wortlaut zum Download:
SPD-Entwurf: Gesetz zur Erprobung von Zweckverbänden zur Wahrnehmung
der Aufgaben des abwehrenden Brandschutzes und des technischen
Hilfsdienstes
Mit dem nun vorliegenden Gesetzentwurf will die SPD-Fraktion die
erforderliche gesetzliche Grundlage schaffen, damit solche
Feuerwehrzweckverbände gegründet werden können. Dadurch werden über
eine kommunale Zusammenarbeit eine größere Gestaltungsfreiheit und
flexible Problemlösungen für kreisangehörige Gemeinden geschaffen, so
Schmitt-Bussinger. Das Gesetz sei bewusst als ein Erprobungsgesetz
angelegt. "Wir haben erst einmal davon Abstand genommen, das
Bayerische Feuerwehrgesetz zu ändern. Gemeinsame gemeindliche
Feuerwehren sollen erst einmal erprobt werden," so die
SPD-Abgeordnete. Deswegen sei das Gesetz auch auf 5 Jahre befristet.
Schmitt-Bussinger: "Wenn sich Feuerwehrzweckverbände bewährt haben,
kann man über eine Änderung des Bayerischen Feuerwehrgesetzes
nachdenken und die strikte Gemeindebezogenheit lockern. Voraussetzung
ist selbstverständlich, dass keine Verschlechterung beim abwehrenden
Brandschutz und beim technischen Hilfsdienst in den
zusammenarbeitenden Gemeinden eintritt und die Hilfsfrist eingehalten
wird."
Der Bayerische Gemeindetag hat sich bereits positiv zu dem Vorhaben
der SPD-Landtagsfraktion geäußert.
SPD-Fraktion einstimmig gegen Aufweichung des
Ladenschlussgesetzes
Mit einem einstimmigen Votum setzt sich die SPD-Landtagfraktion
gegen eine Aufweichung des Ladenschlussgesetzes ein. Mit der
Abschaffung des Ladenschlusses ist eine weitere Kommerzialisierung des
gesellschaftlichen Lebens verbunden und es droht eine weitere
Konzentration von Geschäften, damit eine weitere Verschlechterung der
Möglichkeiten des wohnortnahen Einkaufs außerhalb der Städte und für
Senioren, so die SPD-Landtagsabgeordnete und Sozialpolitikerin
Kathrin Sonnenholzner.
Es seien überwiegend Frauenarbeitsplätze betroffen. "Die
Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist jetzt schon schwierig, vor
allem für Alleinerziehende. Eine Kinderbetreuung ist schon zu
‚normalen' Arbeitszeiten in Bayern nicht gewährleistet, Betreuung nach
20 Uhr und gegebenenfalls am Sonntag ist nicht organisierbar," betont
die SPD-Abgeordnete.
Sie befürchtet mit der Abschaffung des Ladenschlusses eine weitere
Verschlechterung des Services durch "Strecken" des Personals auf
längere Öffnungszeiten.
Kathrin Sonnenholzner: "Wenn die CSU - allen voran Wirtschaftsminister
Huber - einer scheinbaren Liberalisierung das Wort redet, ist das
verlogen. Dies zeigt auch, dass ihre Beteuerungen zur Familienpolitik
und Stärkung des ländlichen Raums nur Lippenbekenntnisse sind."
Es geht auch um Vereine und Organisationen. Das Engagement von
Ehrenamtlichen ist nämlich von der Abschaffung des Ladenschlusses
ebenfalls betroffen. Sonnenholzner: "Wer Arbeitszeiten rund um die Uhr
hat, ist nicht mehr in der Lage an regelmäßigen Trainings oder Proben
teilzunehmen. Eine Verödung des gesellschaftlichen Lebens ist die
Folge und das kann keiner wollen."
Kleinkläranlagen werden nicht modernisiert
Der umweltpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion,
Ludwig Wörner, fordert Verbesserungen im Abwasserbereich Vor
allem kleine Fließgewässer sind in Bayern oft massiv belastet. Das
Abwassermanagement der Kommunen müsse deshalb verbessert werden.
Seit 2002 schreibt die Abwasserverordnung des Bundes die
Nachrüstung aller Kleinkläranlagen mit einer biologischen
Reinigungsstufe vor. Die bayerischen Behörden sind gesetzlich
verpflichtet, dafür zu sorgen, dass alle vorhandenen Anlagen
schnellstmöglich modernisiert werden. Kleinkläranlagen entsorgen das
Abwasser eines einzelnen Anwesens oder kleiner Dörfer und Weiler mit
bis zu 50 Einwohnern. Aber trotz der seit 2005 angebotenen
Förderungen vom Freistaat ist in den Gemeinden und Städten kein
Umdenken zu verzeichnen.
Technisch ausgefeilte Kleinklärer wären billiger und effektiver als
umständliche Anbindungen durch Wasserleitungen, so Wörners fachliche
Beurteilung. Doch falle es wohl vielen Politikern schwer, mit der Zeit
zu gehen. Die leider noch unzureichende Förderung für Kleinkläranlagen
sei sehr wichtig. Denn bayerische Kommunen leiden unter Schulden in
Höhe von knapp 17,0 Milliarden Euro. Pro Kopf auf die Bevölkerung
gerechnet sind das 1.197 Euro. Die staatlichen Zuschüsse für
wasserwirtschaftliche Anlagen, die derzeit mit wenigen Ausnahmen nur
an Kommunen oder Zweckverbände, nicht aber an Private vergeben werden,
seien Gelder, die umfassender genutzt werden müssten: "Um die
fortdauernden finanziellen Kahlschläge im gesamten Bereich der
Abwasserentsorgung, die auch aus ökologischer Sicht nicht vertretbar
sind, abzufedern und um Gebührenerhöhungen zu bremsen, müssen die
Mittel für kommunale Wasserprojekte aufgestockt werden, so Wörners
Forderung an die Staatsregierung.
Modernes Führungsmanagement erfordert eine Beteiligung der
Beschäftigten.
SPD legt moderneres Personalvertretungsgesetz für Bayern vor.
Rede von Christa Naaß im Landtag.
Die SPD-Landtagsfraktion hat einen eigenen Gesetzentwurf für ein
modernes Personalvertretungsgesetz erarbeitet, nachdem der vorgelegte
Entwurf der Staatsregierung weit hinter den tatsächlichen
Erfordernissen zurückbleibt.
Für die stellvertretende Vorsitzende des Ausschusses für Fragen des
Öffentlichen Dienstes und Vorsitzende des SPD-Arbeitskreises
Öffentlicher Dienst Christa Naaß ist der SPD-Gesetzentwurf ein
Dokument für eine glaubwürdige neue Mitbestimmungspolitik. Statt
Rechte abzubauen, werden die Möglichkeiten für eine wirksame
Mitbestimmung erweitert.
Gerade im Hinblick auf die von der CSU und der Staatsregierung über
die Köpfe der Beschäftigten hinweg durchgezogene und äußerst
umstrittene Verwaltungsreform wäre es von großer Wichtigkeit gewesen,
zuerst die Rechte der Personalvertretung zu stärken, um bei den
vorgenommenen Um- und Neubildungen von Behörden bzw. bei Wegfall von
Aufgaben und Privatisierung auf gleicher Augenhöhe die Interessen der
Beschäftigten vertreten zu können: Erst die Rechte stärken - dann
umstrukturieren.
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Im Wortlaut zum Download:
Der SPD-Gesetzentwurf ist ein "Lackmustest"
für eine glaubwürdige neue Mitbestimmungspolitik
Rede von Christa Naaß im Bayerischen Landtag
SPD-Gesetzentwurf zum Personalvertretungsgesetz
SPD-Fraktion stellt sich voll und ganz hinter Forderung des
Städtetags nach mehr Geld für Ganztagsschulen
Es kann nicht sein, dass 156 bayerische Schulen, die im
Kultusministerium einen Antrag auf Fördermittel gestellt haben, jetzt
leer ausgehen sollen
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