Zum Jahreswechsel 2005

Bericht von Bürgermeister Harry Scheuenstuhl

   
 

Turnhalle

Viele Jahre stand das Projekt Turnhallenneubau auf der Wunschliste der Schule, der Vereine und des Gemeinderates. Im Frühjahr machten wir den ersten Spatenstich und sicherten uns damit einen Zuschuß der Bayerischen Staatsregierung von rd. 530.000 Euro. Die Bundesregierung genehmigte uns einen äußerst günstigen Sonderkredit aus dem Programm Wachstumsimpulse von 600.000 Euro.

Die Halle ist als sogenannte Doppelhalle geplant und ist im Innenraum 27 * 30 Meter groß. Der Innenraum kann durch einen Trennvorhang in zwei selbständige Einheiten unterteilt werden. Ferner verfügt Halle über vier Umkleideräume, Kraftraum, zwei Geräteräume und eine Zuschauertribüne mit Sitzplätzen. Kürzlich hat der Bauausschuß beschlossen, den zunächst für später vorgesehenen überdachten Verbindungsgang zur Grundschule sofort zu bauen.

Die verbleibende Restfläche des bisherigen Schulsportplatzes wird als Kleinspielfläche ausgestaltet. Die bisherige Laufbahn entsprach mit ihrer Teerdecke nicht den Anforderungen. Aus diesem Grund ist sie zu erneuern.

Für all diese Einrichtungen müssen wir nach der Kostenschätzung ca. 2,5 Mio. Euro ausgeben. Aufgrund des Hallenbaues wird sich unsere Verschuldung, wenn alles so kommt wie geplant, von bisher 2,5 Mio Euro fast verdoppeln. Ferner sind für den Gebäudeunterhalt alljährlich entsprechende Summen bereitzustellen. Seit 1996 ist es uns fast jedes Jahr gelungen, die Verschuldung zu verringern. Mit dem Großprojekt Turnhalle erhöhen wir erstmals seit langer Zeit unsere Schulden. Auch diese Zahlen sollen die Bedeutung der Maßnahme unterstreichen.

Straßenbau

Der Gemeinderat stellte für die Sanierung von Straßen insgesamt 290.000 Euro zur Verfügung. Die Straße nach Dürrnbuch erhielt in drei großen Abschnitten eine neue Decke. Die Straße in ganzer Länge einer Komplettsanierung zu unterziehen, hätte jeden Kostenrahmen gesprengt und wäre der Bedeutung dieses Verkehrsweges aufgrund der geringen Verkehrszahlen nicht gerecht geworden.

Die Siedlerstraße besteht seit rd. 50 Jahren. Sie wies mehrere Mängel auf. Zum einen war der Abwasserkanal zu klein und undicht. Die vorhandenen Stromkabel waren auf Privatgrund verlegt und konnten den Bedarf nicht mehr decken. Die Straßenoberdecke und der Gehweg waren sanierungsbedürftig. Die Wasserleitung entsprach nicht mehr dem aktuellen Standard. Ein kompletter Neubau war die einzige logische Lösung.

Die Baumaßnahme zog sich aufgrund nicht vorhersehbarer Probleme länger hin als geplant. Im westlichen Bereich stieß man auf eine starke Felsschicht. Im Osten mußte der schwache Unterbau verstärkt werden. Die bestehenden Leitungen waren nicht einheitlich verlegt und behinderten den Baufortschritt. Zum Glück hatten wir einen regenarmen Herbst, so dass der Unterbau noch fertiggestellt werden konnte. Im Frühjahr kommt die Deckenfeinschicht.

Ich darf mich bei den Anwohnern an dieser Stelle ganz besonders für ihre Geduld und ihr Verständnis bedanken.

In Kirchfarrnbach begann der Markt mit der Reparatur von Gehwegen. Für die nächsten Jahre sind weitere Maßnahmen geplant.

Im kommenden Jahr erfolgt die Erneuerung eines Teils der Ortsstraße von Dippoldsberg. Die Hubstraße wird im Bereich des Zenngrundüberganges erneuert. Die Verbreiterung des Gehwegs erfolgt dort dann, wenn die Anlieger die erforderlichen Grundstücke zur Verfügung stellen.

Die Landrätin teilte uns in einem Schreiben am 10.11.2005 mit, dass der Kreisstraßenausbau in Kreben für 2006 fest eingeplant ist. Erste Abstimmungsgespräche über den Bauablauf und die Ausschreibung mit dem Landratsamt/Straßenbauamt und den beteiligten Ingenieurbüros haben Anfang November stattgefunden. Im gleichen Schreiben kündigte sie den Ausbau der Lenzenstraße für 2007 und die Sanierung der Ortsdurchfahrt von Oberndorf im Jahr 2009 an.

Ich möchte mich bei den zahlreichen Bürgerinnen und Bürgern bedanken, die sich seit Jahren zusammen mit der Gemeindeverwaltung durch Schreiben und Vorsprachen beim Landkreis darum bemühen, die Verkehrssituation der Lenzenstraße durch den Bau eines Gehweges zu verbessern.